Gesundheits-ABC 
T bis Z

Tai Chi  
Schattenboxen wie Tai Chi oder genauer Tai Chi Chuan auch genannt wird, ist im Reich der Mitte der beliebteste Freizeitsport unter Senioren. Den Übungen mit ihren fließenden, langsamen Bewegungen wird eine ausgleichende und gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Sie sollen den Kreislauf stabilisieren, Muskelverspannungen lösen, Rückenschmerzen lindern sowie den Gleichgewichtssinn und die Atmung verbessern. So nimmt der Körper bei einer tiefen Bauchatmung mehr Sauerstoff auf und gibt umgekehrt mehr Kohlendioxid ab. Neuere Studien zeigen, dass Tai Chi auch helfen kann, Stürzen und Knochenbrüchen vorzubeugen. Bei uns wird die fernöstliche Bewegungstherapie häufig als Form der Entspannung und zum Stressabbau praktiziert.

TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)
In der fernöstlichen Heilkunde wird der Mensch als untrennbare Einheit von Körper, Seele und Geist gesehen. Nicht das reibungslose Funktionieren von
Organen, Knochen, Muskeln und Nerven ist entscheidend für die Gesundheit, sondern ein ungehindertes Fließen der Lebensenergie »Qi«. Die TCM setzt daher auf das (Wieder-)Herstellen eines Gleichklangs zwischen Körper und Geist, nicht auf das Kurieren von Symptomen. Die Behandlung beinhaltet ganz unterschiedliche Therapien, zu denen Akupunktur, Tuina-Massage und Qigong-Übungen ebenso zählen wie Heilkräutertherapie und Diätetik.

Thalasso
Die Thalasso-Therapie (thalassa: griech. Meer) erlebt in Seeheilbädern und Seebädern eine Renaissance. Diese Therapie ist eine spezielle 
Behandlungsform aus der Naturheilkunde, in der sowohl die Wirkungen der Balneo-Therapie (Meeresklima, Meerwasser, Sand, Schlick) als auch der Klima-Therapie genutzt werden. Von Thalasso-Therapie darf nur gesprochen
werden, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: 1. Es liegt ein therapeutisches Konzept für definierte Indikationen unter ärztlicher Betreuung vor. 2. Der Behandlungsort liegt direkt am Meer, im unmittelbaren Einfluss des Meeresklimas. 3. Meerwasser zum Inhalieren und/oder Baden, z. B. in
Wannen, im Schwimmbad oder im Meer, kann gewährleistet werden. 4. Es werden Meeresprodukte wie Schlick oder Algen für unterschiedliche Anwendungen genutzt. 5. Es werden Meerwasserbehandlungen mit der primären Ausnutzung der natürlichen Sonnenstrahlung oder bei
ungünstigem Wetter mit künstlichen UVStrahlen kombiniert. 6. Eine allergenarme und saubere Seeluft für ausgedehnte Freiluftaufenthalte ist gesichert. 7. Es kann eine dosierte Klimaexposition und Bewegungs-Therapie
in der ufernahen Zone gewährleistet werden. 8. Es werden begleitende
gesundheitsbildende Maßnahmen mit den Schwerpunkten Entspannung,
Ernährungsumstellung und körperliche Aktivität durchgeführt. Eine Thalasso-Therapie ohne direkte Verbindung zum Meer ist aus wissenschaftlich-medizinischer Sicht wirkungslos. Mecklenburg-Vorpommern bietet alle Voraussetzungen für korrekt durchgeführte Thalasso-Therapien.

Triggerpunkt-Behandlung
Triggerpunkte, auch Myogelosen genannt, sind dauerhaft verkürzte und verdickte Muskelfasergebiete. Sie machen sich als schmerzempfindliche Stellen oder Knoten in der Muskulatur bemerkbar. Diese knotigen Gebilde können sich als Folge eines gestörten Stoffwechsels in den Muskelfasern
bilden und weitere Beschwerden an ganz anderen Stellen des Körpers nach
sich ziehen. Für eine erfolgreiche Therapie ist daher die genaue Lokalisation der Triggerpunkte entscheidend. Die Behandlung soll bewirken, dass sich die Knoten auflösen, sich gesundes Gewebe bildet und die Muskeln wieder auf ihre volle Länge gedehnt werden können. Zur Anwendung kommen verschiedene Methoden wie die manuelle Therapie oder die 
Stoßwellentherapie, Injektionen mit einem lokalen Betäubungsmittel, das Stechen mit einer dünnen Nadel in den Triggerpunkt (Dry Needling) oder Kältespray in Kombination mit Dehnungen.

Tuina
Tuina ist eine sehr alte, manuelle Heilmethode und eine wichtige Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Der Begriff Tuina ist die Kurzform von Tuina Anmo und beschreibt die wesentlichen Techniken dieser Behandlungsform: Tui – Schieben, Na – Greifen, Anheben, An – Drücken, Mo – Reiben, Streichen. Die verschiedenen manuellen Manipulationen und Massagen sollen nach altchinesischem Verständnis den Fluss positiver Energie (Chi) und des Blutes in den lokalen Energiebahnen und den Ganzkörpermeridianen regulieren. Dadurch sollen das innere Gleichgewicht von Ying und Yang und die harmonische Funktion der Organe wieder hergestellt werden.
Sie dient zur Lockerung der Muskulatur, von Bändern und Sehnen und kommt auch bei der Nachbehandlung von Sportverletzungen zum Einsatz. Die Therapie wird darüber hinaus bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Wirbelsäule, Verschleißerscheinungen an den Gelenken, Schulterschmerzen, Bluthochdruck, Asthma, Schlafstörungen und Erschöpfung sowie bei der Geburtshilfe und der Kinderheilkunde angewendet. Für Im Vordergrund steht dabei immer die ganzheitliche Wirkung auf den Organismus.

Vierzellenbad
Das Vierzellenbad besteht aus vier mit warmem Wasser gefüllten Teilwannen, durch die ein Reizstrom fließt. Diese Art der Elektro-Therapie erfolgt im Sitzen. Arme und Beine ruhen jeweils in einer separaten Wanne, während die Stromstärke langsam erhöht wird, bis ein angenehmes Prickeln spürbar ist. Das Vierzellenbad ermöglicht eine Längsdurchflutung durch Arme und Beine oder eine Querdurchflutung von einer Seite zur anderen. Es hilft bei Nerven-, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie bei Lähmungen und Durchblutungsstörungen.

Vitalküche
Absolute Frische und erstklassige Qualität der Produkte gehören zu den wichtigsten Merkmalen der Vitalküche. Mecklenburg-Vorpommern ist ein
Schlaraffenland für gesundheitsbewusste Gourmets. Fisch aus der Ostsee und den glasklaren Seen kommt hier fangfrisch auf den Tisch. Kartoffeln und Getreide aus dem grünen Norden sind von jeher beliebte Exportschlager und schmecken im Anbauland natürlich noch mal so gut. Dazu kommen Kräuter, Obst und Gemüse frisch vom Feld oder aus dem Garten. Aus all diesen guten Zutaten bereiten die Küchenmeister mit großem Können und viel Kreativität leichte, fettarme und möglichst naturbelassene Gaumenfreuden zu.

Vorsorgeleistungen » Prävention

Watsu
Bei der Watsu-Behandlung wird man im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen getragen, und zwar im 35º C warmen Wasser. Schon der Begriff soll auf die Kombination von Wasser und Shiatsu (Fingerdruckmassage) aufmerksam machen. Schwerelos im Wasser liegend, wird der Patient bewegt, gedehnt, massiert oder ruhig gehalten. Die im Wasser ausgeführten Dehnübungen und Druckmassagen sollen die Organsysteme regulieren,  Blockaden und Energiestaus lösen sowie Entspannung und innere Ruhe bewirken.

Wirbelsäulengymnastik
Bewegungsmangel und falsche Sitzhaltungen lassen die Rumpfmuskulatur erschlaffen und führen zu Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule. Ein gezieltes Übungsprogramm soll die Beweglichkeit wiederherstellen.
Wirbelsäulengymnastik umfasst die Bereiche Mobilisieren, Kräftigen und
Dehnen.

Yoga
Yoga ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet binden, vereinen, konzentrieren. Auf den Menschen bezogen, vermittelt Yoga die Einheit von Körper, Seele und Geist und zeigt den Weg zur inneren Freiheit und Zufriedenheit. Im Laufe der Zeit haben sich eine Vielzahl von verschiedenen Yoga-Richtungen und – Methoden entwickelt. 
Beim Yoga lernt man trotz Alltagsstress inne zu halten und durch eine tiefe  Entspannung Stress-Situationen besser zu bewältigen. Es ist ein anerkanntes Mittel  der Prävention und wird auch bei der Behandlung von Durchblutungs- und Schlafstörungen, nervösen Beschwerden sowie Kopf- und Rückenschmerzen angewandt. Durch regelmäßige Übungen wird die Muskulatur gekräftigt und die Körperhaltung verbessert.

Zilgrei
Mit der sogenannten Zilgrei-Methode lassen sich Schmerzen im Bereich von Schultern, Nacken, Gelenken und Becken sowie Rheuma, Arthrose und Migräne selber behandeln. Grundlage ist eine entspannte Bauchatmung mit regelmäßigen Pausen. Durch diese Atemtechnik in Verbindung mit yoga-ähnlichen Bewegungen sollen Verkrampfungen gelöst und Fehlhaltungen beseitigt werden. In einem Selbsttest wird zuvor ermittelt, welche Bewegungsrichtungen als besonders schmerzhaft empfunden werden. Die daraus abgeleiteten Übungen erfolgen dann vorbeugend oder bei akuten Schmerzen in Gegenrichtung.

 

 
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